plakat cvjm




Abschließend ein kleines Statement von Lothar, der die Aktion für den Bluepoint vertreten hat:


2. Suchtwoche  CVJM – Wiehl – Bluepoint-Wiehl

Montag 3.November

Nüchtern zu schüchtern !?
Besoffen zu offen !?


Unter diesem Thema fand der Erste von drei Themenabenden im ev. Gemeindehaus in Wiehl statt. 

Die Mitarbeiter des CVJM hatten im Eingang des Gemeindehauses einen Hindernisparcours aufgebaut, den die jugendlichen Besucher mit Rauschbrillen bewältigen und anschließend mit den Brillen bis in die 2. Etage gehen mussten. Für die allermeisten war das schon beeindruckend und sie hatten sich schon viel zu erzählen.
Die etwa 50 Jugendlichen wurden gebeten, einen Fragebogen zum Thema auszufüllen und dann in den großen Jugendraum zu gehen. Die Spannung stieg und dann waren plötzlich ein Engel und der Teufel da.

In einem tollen Anspiel wurde auf das „für“ (Teufel) und „wieder“ (Engel) des Alkohol trinken aufmerksam gemacht. Zwischendurch sang der CVJM-Jugendchor.  Um nochmal klar zu machen wie ein „dusseliger Kopf“ ist, konnte  auf spielerische  Weise jeder versuchen, sich einige Male um die eigene Achse zu drehen und danach direkt gerade aus zu laufen. Das schafften nur ganz wenige und die allermeisten fingen das Torkeln an. Wieder war so etwas Nachdenkliches zu spüren.


Dann wurde ich zum Thema interviewt, wobei ich auch viele Zwischenfragen der Kids gerne beantwortet habe.

Zum Schluss der Veranstaltung gab es einen kleinen Imbiss.
Bei der Auswertung der Fragebögen wurde ich dann nachdenklich; denn es ist schon erschreckend, wie viele Jugendliche schon Erfahrung mit Alkohol haben. Aber dafür machen wir ja solche Veranstaltungen, um die Jugend aufzuklären.      

cvjm november



Dienstag 4.November

ICQ, WoW, PS2
unter 3 h bin ich nie dabei!


Zu Beginn des zweiten Infoabends durften sich die Jugendlichen erst einmal bei Computerspielen einstimmen. Nachdem dann der Fragebogen zu diesem Thema von allen ausgefüllt worden war, stellte Thomas den 18-jährigen Schüler Andre vor, der ein leidenschaftlicher (wörtlich zu nehmen) WoW (World of Warcraft) Spieler war.
Andre erzählte sehr eindrucksvoll, wie er seine Zeit am Computer verbracht hat, um nichts von diesem Spiel zu verpassen. Dabei verpasste er fast das „normale“ Leben.
Vor allem warnte er:   „ . . möchte ich euch auf die zunehmende Gefahr hinweisen,die meines Erachtens soviel Suchtpotential in sich birgt und so einen großen Einfluss für die heutige Jugend darstellt, dass man sie in naher Zukunft neben Drogen & Alkohol zu einer der größten Bedrohungen für heranwachsende Menschen zählen muss.  Die Rede ist von Online-Spielen wie World of Warcraft, die neben einem starken Realitätsverlust auch zur sozialen Abgrenzung führen.“

Andre führt heute wieder ein normales Leben und er hat begriffen, dass das reale Leben doch interessanter ist als die Scheinwelt.


Jetzt wurde Thomas von Tim zu seiner Spielsucht befragt. Thomas erzählte seine Lebensgeschichte und ich muss gestehen, ich war beeindruckt, wie sich Thomas vor den Zuhörern als Zocker outete.

Er erzählte, wie er immer wieder an Geldspielautomaten sein Geld verspielte, dass er nicht aufhören konnte, bevor alles verspielt war. Dass sein Leben neben seiner Ausbildung nur noch aus Spielen bestand. Aber auch er schaffte den Absprung und lebt heute mit seiner Frau und den Kindern ein normales Leben ohne Geldspielautomaten.
Er warnte: „Macht euch vor dem Spiel Gedanken darüber, was ihr da macht! Die Spielsucht ist genau wie  Lothars Alkoholsucht - sie bleibt ein Leben lang!“

Zum Schluss gab es -wie immer- einen kleinen Imbiss.

Ich denke, dass die 70 Jugendlichen, die diesen Abend besuchten, etwas nachdenklich nach Hause gegangen sind.


Freitag 7.November

Kiffen, Koksen & ne Line -
mehr brauch ich nicht zum glücklich sein.


Am dritten Abend dieser kleinen Suchtwoche wurden die rund 40 jugendlichen Besucher in mehreren Räumen mit kleinen Aufgaben zur Sensibilisierung ihrer Seh-, Tast- und Geschmackssinne konfrontiert. Anschließend wurde wieder ein Fragebogen ausgefüllt.
Zwischendurch konnten sich die Jugendlichen an kleinen Snacks und alkoholfreien Getränken bedienen.

Zwei junge Mitarbeiter der Johanniter Unfallhilfe zeigten jetzt eine Powerpoint- Präsentation  zum Thema Drogen und erzählten von ihren Einsätzen bei Drogenmissbrauch. Es war erschreckend zu hören, dass seit Anfang 2007 10 Menschen im Raum Wiehl durch Drogenkonsum ihr Leben verloren und dass die Johanniter ca. 6-7 Einsätze an einem Wochenende hier in unserer kleinen Stadt haben.

Auf einem Tisch waren noch allerlei Dinge zu diesem Thema aufgebaut. Zuletzt wurde nochmal auf die Möglichkeiten hingewiesen, sich bei Fragen zu einem dieser Themen vertrauensvoll an die Gruppenleiter oder auch an die Selbsthilfegruppe Bluepoint-Wiehl zu wenden. Das Ganze kann natürlich auch anonym passieren.

Zum Abschluss der kleinen Suchtwoche wurde im Checkpoint am Samstag eine alkoholfreie Party veranstaltet. Das Büfett für diesen Abend wurde von einigen Jugendlichen unter Führung einer Profi Köchin gemacht. Es gab einige alkoholfreie Cocktails und Getränke.

Für gute Stimmung und Spaß sorgten die tollen Mitarbeiter.


Lothar Bajorat
Bluepoint-Wiehl

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